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Villeicht ist es einfach nichts für mich

In aller Kürze:
Vielleicht ist es einfach nichts für mich. Vielleicht bin ich einfach für etwas anderes gemacht. So viele Dinge verstehe ich nicht: […]
Christian
aktualisiert: 12. April 2022
erschienen: 03. Oktober 2017
Inhaltsverzeichnis

Vielleicht ist es einfach nichts für mich. Vielleicht bin ich einfach für etwas anderes gemacht.

So viele Dinge verstehe ich nicht:

Zum Beispiel, warum man Arbeit und Leben trennen sollte.

Oder wie man 8 Stunden am Tag arbeiten gehen kann.

Jeden Tag das gleiche.

Wie ein Roboter klingelt der Wecker. Arm austrecken, Wecker ausmachen, dann vielleicht kurz das Handy checken.

Noch vollkommen übermüdet zur Kaffeemaschine watscheln, um den aromatischen Duft einer der größten Gesellschaftsdrogen zu sich zu nehmen. Weiter ins Bad, um sich die Müdigkeit aus dem Gesicht zu waschen.

Ab in den Verkehrsstau, um hallo zu sagen, dem ewig gleichen Platz. Von um 8 bis 17 Uhr.

Und danach zurück im Stau. Und heim. Und Fernsehen an. Und schlafen.

Und dann alles wieder von vorn.

Ich sage nicht, dass es keine Möglichkeit ist, ein gutes Leben zu führen. Aber als ich diese Perspektive zum Ende meines Bachelor-Studiums zum ersten Mal als einzig mir offenstehende Perspektive wahrnahm, erlosch mein Lebensfunke schlagartig.

Ich kann das einfach nicht. Die ewige Routine. Ich habe es schon in der Schule gehasst. Dieses zeitige Aufstehen. Wir Menschen sind die einzige Spezies auf dem Planeten Erde, die ihre Jungen mitten im Schlaf weckt.

Und irgendwann gewöhnt sich der Nachwuchs dran. Bei mir ist da etwas schiefgelaufen. Irgendwie lasse ich mich nicht konditionieren.

Es scheint, als wohne in mir die ungezähmte Natur

Ein Teil, der sich nicht zähmen lässt. Und der nach außen will.

Irgendwie haben diesen Schaden alle Künstler und Kreativen dieser Welt. Und ich habe es nach mehr als einem Viertel Jahrhundert durchschlängeln in der geradlinigen Business-Welt endlich geschafft, diesen Teil wahrzunehmen.

Nur, was soll ich damit anfangen?

Heute, wo alles genormt und vorgedacht scheint. Wo es Bahnen gibt, die man geradlinig abläuft, wo Erfahrungen wohlportioniert und kontrolliert in kleinen Paketen abgepackt erlebt werden …

was will man da mit diesem wilden, ungezähmten Teil?

Man kann ihn stilllegen.

Alkohol funktioniert bestimmt. Medien-Verdummungs-Konsum sowieso. Tabak, Gras, Koks, Sex … viel ließe sich da machen, um den Teil zu unterdrücken. Nur ist er in mir einfach zu groß.

Er hat sich schon viel zu lang in meine lebensentscheidenden Schaltkreise eingebohrt. Um ehrlich zu sein, verdanke ich diesem wilden Teil sogar mein Überleben. Mit 17 habe ich mich als emotional tot bezeichnet.

Die Gründe sind egal. Aber was mich hat wieder zum Leben zurückfinden lassen, war dieser wilde, ungehobelte Teil.

Der immer an das Leben glaubt

Der Wege sieht, wo andere Probleme sehen. Der ein hell loderndes Feuer in Mitten von einem Meer von Dunkelheit ist.

Und witzigerweise weiß ich genau, dass ich diesen Teil nicht unter Kontrolle habe. Ich sehe mich als sein Diener. Das hilft mir, dankbar und demütig zu sein.

Die Dinge, die ich in meinem Leben vollbracht habe, finden in diesem kraftvollen Teil ihre Energie. Und ich mache nichts weiter, als nicht im Weg zu stehen und den heißen Ritt zu genießen.

Es ist mittlerweile ein Indikator für mich, wo sich das Leben abspielt

Dort, wo ich Nahrung für diesen wilden Teil finde, ist das Leben für mich. Dort fühle ich mich erfüllt. Dort will ich sein.

Ganz und für immer. Wieso sollte ich da nach 8 Stunden aufhören? Ich vergesse selbst zu essen und zu schlafen, wenn ich mich so fühle.

Und dann, nach einem nahezu unendlichen Tag oder einer langen Woche oder einem Monat … dann will ich wieder nichts machen.

Denn diese Belastungen fordern ihren Tribut

Dann mache ich eben auch tagelang nichts. Und sehe überhaupt nicht ein, meinen Arsch auf irgendeine Arbeit zu bewegen. Was soll das?

Der Sommer hat doch auch nur 3 Monate im Jahr Bock. Und genauso lang ist Winter. Da ist der Tod. Also übertrieben gesprochen.

Es ist die Zeit, in der die Grundlage für den nächsten Sommer gelegt wird. Und nur, weil dort aktiv nichts wächst, heißt das doch nicht, dass das Leben stehen bleibt.

Wer hat diesen Müll erfunden, andauernd produktiv sein zu müssen. Ach, ich weiß wer… Henry Ford. Danke nochmal! Aber wer ist denn jetzt noch so dumm zu glauben, dass das vorgaukeln ständiger Produktivität wirklich produktiv ist?

Ich schweife schon wieder in Verallgemeinerungen ab, aber wie viele Menschen sind auf Arbeit hauptsächlich damit beschäftigt, beschäftigt zu wirken?!

Das gehört doch zu den Grund-Skills, die man sofort beim Eintritt ins Arbeitsleben lernt. Himmel, hilf. Wer verarscht hier wen? Und warum?

Ich mache diese Scheiße nicht mit. Das ist dumm. Grober Unfug, den ein reifer, erwachsener Mensch nicht nötig hat.

Ich will richtig verstanden werden: Ich liebe es, etwas zu schaffen. Etwas zu erschaffen.

Doch genauso liebe ich das Nichtstun, da auch Nichtstun etwas Aktives ist:

nichts zu tun.

Mihaly Csikszentmihalyi beschreibt in seinem Buch Flow: Das Geheimnis des Glücks den Prozess, wenn ein Mensch vollkommen bei der Sache ist.

Studien zeigen, dass ein Mensch dann 4x so effizient ist wie im „Normal-Zustand“

Meine erste Frage ist natürlich, was in dem Zusammenhang normal ist.

Wenn die Pappnasengeschwindigkeit des Durchschnittsbetriebes normal ist, dann ist das kein Wunder. Denn dort ist doch kaum jemand richtig dabei.

Irgendetwas zwischen 60 und 70% aller Angestellten haben innerlich gekündigt, 10% arbeiten sogar aktiv gegen das Unternehmen. Kein Wunder, dass da nichts vorangeht.

Aus dieser Sicht sollten wir die Tatsache vielleicht umdrehen und sagen, dass ein Mensch nur 25% seiner Leistung bringt, wenn er artfremd eingesetzt wird.

Als artfremd würde ich jetzt definieren: wie ein Roboter jeden Tag das Gleiche zu tun.

Ich lebe nach dem Konzept des Flow

Es macht unheimlichen Spaß und so habe ich meine Lust am Lernen wiederentdeckt. Die geht einem Jeden von uns im Laufe der Schule flöten, denn dort lernen wir, dass Lernen pauken ohne Sinnzusammenhang ist.

Aber das Lernen, was von innen heraus kommt; die Neugierde und das Interesse, mehr zu verstehen. Das ist Flow.

Dann saugst du die Informationen auf und wirst schlauer. Und weiser. Ich liebe das.

Genauso ulkig ist das Konzept des lebenslangen Lernens. Und wie es immer wichtiger wird.

Na, was macht denn ein Mensch jeden Tag, wenn er nicht lernt? Leben auf jeden Fall nicht.

Leben heißt lernen. Und lernen ist etwas Natürliches.

Da braucht es kein Konzept, sondern nur die eigene Wahrnehmung, was einem Spaß macht und was nicht.

Und damit schließt sich für mich der Kreis zu meinem unbezähmbaren, wilden Teil.

So viele Probleme er mir in unserer wunderbaren Welt auch bereitet… Er hindert mich zum Beispiel daran, schon lange in einem gut bezahlten Job finanzielle Freiheit zu erleben … so viele Probleme er mir auch bereitet, ich liebe ihn und bin froh, ihn einst kennengelernt zu haben.

Ich weiß jetzt, was wirkliches Leben ist. Er hat mir gezeigt, dass die schnöde Schale voller Glitzer, Glamour und Perfektion der Tod ist. Dass es Anstrengung pur ist und irgendwie farblos erscheint gegen das, was ich durch ihn kennengelernt habe.

Irrationalität auf logischer Ebene.

Aber im Kontext sich ergebende Sinnzusammenhänge.

Wenn man bereit ist, sich vom Ego zu trennen und darauf zu vertrauen, dass man Teil etwas größerem dieser Welt oder dieses Universums ist. Und dieser Teil … er ist der Führer.

Er macht dieses „etwas Größere“ real für Menschen begreifbar. Wenn auch nicht messbar.

Doch ich bin ja kein Roboter.

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