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Innere Weisheit

In aller Kürze:
Und eines Tages fing ich einfach an, gab ein Leben auf und fing MEIN Leben an. Eine Zeitreise, mal anders herum.
Christian
aktualisiert: 12. April 2022
erschienen: 31. Januar 2017
Inhaltsverzeichnis

Das mag ich ja am Meisten … Wenn irgendwer daherkommt und mich vollquatscht, wie ich mein Leben zu führen habe.

Heute ist es schon wieder super spät – ich habe es irgendwie vollbracht, meinen Körper daran zu gewöhnen, erst gegen 4 Uhr einzuschlafen. Nicht sonderlich intelligent von mir, zumindest da ich jetzt schon den 3. Tag stundenlang wach im Bett liege. Nun ja, hab ich es geschafft, erst so spät schlafen zu gehen, dann krieg ich es auch hin, wieder auf zeitig zu wechseln. Doch darum geht es heute gar nicht.

Der Grund warum ich das erzähle, ist nur, dass ich die Zeit, in der ich wach liege, heute zum Denken genutzt habe (ein Schelm, wer denkt, denken würde ich sonst nicht tun 😉

Ich habe mir heute meine erreichten Meilensteine angeschaut und dabei festgestellt, in was für einer ungeheuren Geschwindigkeit ich verschiedenste Erfahrungen mache. Das ist schon verrückt. Hier eine Zusammenfassung:

Ein heißer Ritt

Ende 2016

Heute vor einem Monat habe ich meinem Vater offen und ehrlich auf konstruktive Weise ins Gesicht gesagt, dass ich Beziehungen mit Menschen wie ihm nicht führe. Für mich ein riesiger Schritt mit ungefähr 14 Jahren Vorbereitungszeit. 3 Monate zuvor hatte ich meinen ersten Job mit 75€ die Stunde klargemacht. Was im Nachhinein ganz toll klingt, war für mich wie eine Offenbarung, denn einen Monat eher hatte ich das HartzIV gekündigt, ohne zu wissen, wovon ich später überhaupt leben sollte.

Mitte 2016

Wieder 2 Monate eher (also im Juli 2016) hatte ich meine erste ehrenamtliche Präsidentenstelle bei den Toastmasters angetreten. Noch vollkommen unreflektiert, ob ich das überhaupt ein Jahr machen können würde, ließ ich mich einfach mal drauf ein und habe echt viel gelernt. Zum Beispiel, dass ich das nächste Mal vor einer Zusage überlege, ob ich es tatsächlich für die ganze Zeit machen werde. Aber auch die Erfahrung, doppelt so alte Menschen zu führen und offen Konflikte anzusprechen – wow, da musste ich mich ganz schön strecken.

Anfang 2016

Ein wenig fast forward und diverse Erfahrungen im Arbeitslosen-Leben vorher … 6 Monate eher, es war Januar 2016 – ich hatte gerade das erste Mal in meinem Leben auf der Couch eines Freundes gewohnt. Der Alex hat mich für mehr als einen Monat ausgehalten – danke!

So lange war das gar nicht geplant, aber das Leben wollte es eben so.

Ein Monat eher – ich war offiziell Obdachlos. Ein komisches Gefühl. War ich doch gerade wieder mit einer Reisetasche und einem Rucksack (meinem kompletten Besitz) nach Deutschland gekommen und hatte mir geschworen, diesmal nach den Regeln zu spielen. Also tatsächlich mal wieder eine Krankenversicherung haben und nicht halb unter dem Radar fliegen.

Ende 2015

3 Monate eher - mir wurde das erste Mal fristlos gekündigt, von jetzt auf gleich. Und das an der Türschwelle einer Wiener Innenstadt-Wohnung. (In Wien ist es für KMU’s oder Start-Ups normal, wunderschöne Wohnungen als Firmensitze zu haben)

Ich wollte gerade in das UBER-Büro gehen und da kommt der Chef mir entgegen: „Er müsse mit mir reden.“ Einen Kaffee und 15 Minuten später war ich meinen Job los. Ihm fiel das glaube ich schwerer als mir, zumindest habe ich ihn getröstet, er solle es nicht so schwer sehen. Anschließend bin ich bedröppelt an einen Fahrradstand gegangen, hab mir ein Rad ausgeliehen und bin eine Runde durch Wien gefahren und habe mich gefragt, was ich aus der Situation eben gelernt habe. Im Nachhinein war diese Erfahrung eine entscheidende, um jetzt wieder in Chemnitz und Deutschland zu leben.

Mitte 2015

Wieder 4 Monate eher (Juni 2015) – meine erste Roadshow quer durch ein fremdes Land. Ich war der Prinz der Prinzenrolle und tourte mit einem kleinen Smart 12 Wochen lang durch alle Teile Österreichs.

Im Kostüm bei 40°C, meistens in Bädern, wo alle außer mir sich abkühlten. Die Mädels sahen heiß aus – ich war eher die Kategorie witzig. Ein seltenes Vergnügen, dass aber definitiv Spaß gemacht hat. In dieser Zeit habe ich mehr Prinzenrollen gegessen, als jährlich in ganz Deutschland abgesetzt werden. Außerdem habe ich Graz kennengelernt – die für mich schönste Stadt – die mir heute als Vorbild für Chemnitz dient.

Noch vor der Roadshow lernte ich in Roman Brauns NLP Practitioner eine Menge neuer Sachen über die Welt der Menschlichkeit und konnte mir viele Vermutungen bestätigen.

Anfang 2015

Wieder 3 Monate eher ging ich das erste Mal in meinem Leben einfach nicht mehr zur Arbeit und erstellte lieber meinen ersten Online-Kurs.

Ich war in die Bahn in die falsche Richtung eingestiegen – genau in Richtung meiner Wohnung und sah das als Omen, nicht mehr in das Call-Center zum Arbeiten gehen zu müssen. Die depperten (das ist österreichisch und heißt bescheuert) Chefs dort gingen mir mit ihrem Möchtegern-Kommunikations-Wissen und Anweisungen, wieviel ich verkaufen müsse, derart auf die Ketten, dass ich erst kündigte und dann nicht mal bis zum Ende der vereinbarten Zeit blieb. Das gab einige Streitereien und hat mich 500€ gekostet, aber die Erfahrung war es wert.

Der Online-Kurs und die daraus entstandene Partnerschaft haben mir schon mehr als das 10-fache eingespielt.

Noch heute ist es mir ein Rätsel, welch unmenschliche Bedingungen manche Menschen als ihren Alltag akzeptieren. Vielleicht war auch das der Grund, warum manche dauernd bekifft zur Arbeit kamen. So ließ sich das Arbeitsklima und das Schweizer-Deutsche Genöle mancher Kunden vielleicht besser ertragen. Wer weiß.

2 Monate zuvor (wir schreiben Januar 2015) war ich das erste Mal in meinem Leben so pleite, dass ich mir eine Woche nichts zu essen kaufen konnte und den Supermarkt nur noch von außen sah. Richtig komische Erfahrung, aber sie hat mich das kleine und für uns so normale schätzen gelehrt.

Ende 2014

Nur einen Monat eher lernte ich freie, gebende Liebe kennen. Ich war ja erst 2 Monate in Wien und genau so lang kannte ich erst diese Freundin – Lisi – die mich mal eben wochenlang bei sich auf der Couch übernachten ließ. So etwas kannte ich vorher nicht aus meinem Leben und es hat mein Leben verändert, hin zu mehr Offenheit anderen gegenüber, Liebe auch fremden Menschen entgegen – wow … was war das für eine Erleuchtung.

Noch einen Monat zuvor hatte ich mir zwangsweise die Angst vor Hunden abgewöhnt. Ich war trotz Angst vor Hunden in eine WG mit einem Wolfshund gezogen, der mir zur Begrüßung zärtlich in den Arm biss. Die Befreiung, nicht mehr vor den niedlichen 4-Beinern Angst zu haben, war diese Überwindung locker wert, zumal der Hund zumindest einmal einen netten Umgang gehabt hat. Sein Herrchen, mein Mitbewohner und Vermieter war ein ziemlicher Nazi-Möchtegern-Jura-Student, der es vorzog, lieber gegen Menschen zu leben statt mit ihnen.

Kein Wunder, dass er nicht verstand, warum der Hund mich so mochte. Ich verstand es schon und denke noch heute manchmal an ihn, wie er diesem komischen Menschen aufs Wort gehorchen muss. Du schaffst das, Buddy! Und da sind wir auch schon beim Oktober 2014 angekommen, wo der heißeste Ritt meines Lebens angefangen hat, als ich mit Koffer und Rucksack bewaffnet, plus einem Bild, dass mehr als 1.000 Worte sagt, meinen Träumen (oder das was ich dafür hielt) entgegengejagt bin.

Die Moral von der Geschichte

Bis heute hat sich an dieser Jagd eigentlich nicht viel geändert – nur eines. Ich habe verstanden, dass es gar nicht so sehr auf das Ziel ankommt, sondern den Weg. Die Offenheit für neue Erfahrungen und das Lernen daraus. Das Verstehen im Nachhinein und das bereit sein, auch mal „verrückte“ Sachen zu machen. Dass genau so Vertrauen ins Leben entsteht. Und das ein erfülltes Leben dieses Vertrauen braucht.

Das mag mein ganz spezieller Weg sein. Ich würde niemandem empfehlen, all das genauso zu machen. Es sei denn, du willst auch ein Berater, Life-Coach, eine Hilfe für den Kopf deiner Mitmenschen werden. Ganz genau weiß ich immer noch nicht, wie ich das, was ich eigentlich mache, auf ein Wort reduzieren kann. Aber es umschreiben, in Büchern, Artikeln, Seminaren und anderem – das kann ich.

Probiere dich aus

Doch jetzt kommen wir hier nochmal zu einem Appell. Was ich oft gehört habe und immer noch höre, ist das Ankreiden, ich würde zu viele Sachen ausprobieren und nicht zu Ende führen. Am liebsten mag ich diesen Schwachsinn auch noch ungefragt von Menschen, die für mich kein Vorbild in ihrer Lebensweise oder Lebensposition sind. Doch genau diejenigen maßen sich natürlich die Entscheidungskraft darüber am meisten an. Diese Menschen nennt man Mittelmaß und mein Appell geht an dich mit folgender Botschaft: Scheiß auf das Mittelmaß!

Es gibt so viele Menschen, die versuchen, dir auf alle mögliche Art und Weise einen Stock in den Hintern zu schieben. Lass deinen Arsch Jungfrau bleiben! Und vor allem: Vertraue deiner inneren Stimme. Für mich hat es sich immer falsch angefühlt, mich auf etwas festzulegen. Es hat sich angefühlt, als müsse ich etwas tun, dass ich nicht will. Und das – ist Sklaverei!

Tu was du willst! Ende! Aber tu etwas. Solang du neue Erfahrungen sammelst und zu dir selbst eine ehrliche, aufrichtige Beziehung hast, kommst du deinem Ziel näher. Du kommst dir selbst näher. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen. Alles andere ist Randnotiz. Wenn auch es sehr schwer sein kann.

Dieser Weg ist kein Ponyhof

Eine lange Zeit meiner oben beschriebenen hatte ich weder Freunde noch redete ich mit überhaupt irgendjemandem außer meiner YouTube-Kamera. Ich trennte mich von alten Freunden, was mir schwerfiel und was ich definitiv heute besser machen würde. Ich trennte mich von Familie und machte auch dort viele Fehler. Ich dachte mal nur an mich. Menschen, die in dein Leben gehören, werden dir diese Fehler verzeihen, aber du musst an einem Punkt in deinem Leben mal nur an dich denken! Denn das ist der Punkt, wo du nur dich selbst als Referenz nimmst und nicht die freundlichen Empfehlungen der Familie, Freunde oder anderer „Experten“.

Das Ende des Weges

Du bist dein Experte – und dem solltest du vertrauen. Und am Ende … ja, frag mich doch nicht, was am Ende ist. Da bin ich auch noch nicht. Ich kann dir nur sagen, dass du mit deinen gemachten Erfahrungen anderen weiterhelfen kannst. Ich auf meine Weise, du auf deine. Vielleicht unterhalten wir uns irgendwann einmal.

Denn Menschen, die diesen Weg gehen … wow, sind die selten geworden in einer von Sicherheit und oberflächlicher Bedürfniserfüllung dominierten Welt. Diese Menschen, die noch den Kontakt zu ihrem wahren Kern suchen: Das sind die 4-blättrigen Kleeblätter, nach denen du nicht suchen brauchst, weil sie so selten sind, aber du dich freust, wenn du eines entdeckst.

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