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Selbstfindung verstehen: Selbstfindungsphase als Modell

In aller Kürze:
Die Selbstfindungsphase ist eine Zeit, wo ein Mensch kein Ziel vor Augen hat, da sein Weltbild zerstört ist. Sie hat 3 Teile und ist Teil der Selbstfindung.
Christian
aktualisiert: 09. Juni 2022
erschienen: 31. Mai 2018
Inhaltsverzeichnis

Was ist Selbstfindung?

Ein Fall für sich – so viel steht fest!

Die Psychologie schweigt bei diesem Thema nahezu komplett und selbst google hat keine sinnvolle Definition für das Wort anzubieten.

Ein spirituelles Konzept wie das der Selbstfindung ist von Natur aus schwammig und schlecht festhaltbar. Wenn wir allerdings vorankommen wollen, dann wird es Zeit, diese Masse in eine Form zu gießen.

Die Selbstfindungsphase als Modell ist so eine Form, die dir durch ihre Struktur ein gutes Gefühl in deiner momentanen Situation vermitteln kann.

Mit seiner Dreiteilung und übersichtlichen Grafiken hilft dir diese neue Sichtweise, durch Verständnis die Oberhand in deiner Situation zu gewinnen.

An sich ist das Konzept der Selbstfindung mit einer Selbstfindungsphase etwas ziemlich Abstraktes. Als würden wir einen Schalter umlegen und uns in den Raum der Selbstfindung begeben.

Alles, was dort passiert nennt sich dann wohl Selbstfindungsphase. Und anschließend legen wir den Schalter wieder um, verlassen den Raum der Selbstfindung und alles ist wieder in Butter.

Doch leider ist es nicht so einfach.

Dein Denken dreht sich um dich

Wenn du diesen Artikel liest, machst du dir wahrscheinlich derzeit viele Gedanken über dich selbst. Über dich, deine Identität und was dein Platz in der Welt ist.

„Wer bin ich?“

„Was soll ich aus meinem Leben machen?“

„Was ist meine Aufgabe?“

Oder die Frage, ob du überhaupt eine Aufgabe hast, sind Gedanken, die dir bekannt sein werden.

Allgemein könnte man sagen, dass dein Bewusstsein derzeit stark auf dich selbst fixiert ist und du mit deiner Identitätsfindung beschäftigt bist.

Häufige Fragen zur Selbstfindung

Phase 1: so entsteht die Selbstfindungsphase

Lass uns ein paar Grafiken zu Hilfe nehmen, um dir ein nützliches Konzept der Selbstfindungsphase an die Hand zu geben. Egal wie bewusst oder unbewusst, hast du dir eine persönliche Philosophie zurechtgelegt, in der bestimmte Dinge möglich sind und andere unmöglich.

Hier bewegen wir uns im Bereich der Glaubenssätze und persönlichen Werte, die für das Thema durchaus wichtig sind, aber in anderen Artikeln beleuchtet werden.

Bewusstsein innerhalb der persönlichen Philosophie

Was jedoch bleibt, ist, dass dich diese Phase der Orientierungslosigkeit überrascht hat. Alles lief wie immer, in seinen ganz normalen Bahnen. Und dann auf einmal …

Ja, was eigentlich?! Keine Ahnung!

Es ist hierbei vollkommen egal, in welchem Alter du dich befindest. Das Alter ist nur ein Indikator dafür, in welcher Form sich deine Selbstfindungsphase äußert.

So reicht die Spannweite der Selbstfindungsphase von der Pubertät über die 20er und 30er bis weit hin nach der Midlife-Crisis.

Phase 2: Ausbruch der Selbstfindungsphase

Selbstfindungsphase hat begonnen

Solange in deinem Alltag keine Dinge passieren, die deine Philosophie sprengen, ist alles gut. Doch was bedeutet Philosophie sprengen genau?

Je nach Alter kann das ganz unterschiedliche Bedeutungen haben:

  • Du bemerkst das erste Mal, dass du anders als deine Umgebung bist
  • Der erste oder ein sehr langer Partner deines Lebens verlässt dich
  • Weg von Schule – und was nun?
  • Midlife-Crisis: Ich will mein früheres Leben zurück
  • Ich habe alles im Job erreicht. Warum bin ich nicht glücklich?
  • Der Tod rückt näher – wie verbringe ich die letzten Jahre?

Nicht so recht in diese Liste passen schwere Schicksals-Schläge oder körperliche Veränderungen. Die sind vom Alter vollkommen unabhängig, aber nicht minder wichtig in diesem Zusammenhang.

Allgemein gesagt: Wenn du in deinem Leben auf einmal mit einer Situation konfrontiert bist, die du für unmöglich gehalten hast, dann ist deine Philosophie gesprengt.

Das heutige Problem mit der Selbstfindung

Das Konzept deines Lebens wurde vom Sturm des Lebens zunichte gemacht. Für den ersten Moment eine nicht so schöne Erfahrung.

Doch den größten Lerneffekt für dein persönliches Leben machst du unter Umständen genau mit dieser Erfahrung. Es sind solche Situationen und Erfahrungen, die Menschen stark machen!

Doch zunächst musst du dich erst einmal ordnen - das Leben überdenken, dem Erlebten einen Sinn geben und es in deine Alltagsphilosophie einbauen. Das kann natürlich dauern.

Das Problem ist nicht die Selbstfindungsphase: Das Problem ist die Erwartung, dauerhaft mit Höchstleistung funktionieren zu müssen.

Wir kommen hier an ein Problem, an dem Gesellschaft, deren Erwartung und unser menschliches Wesen miteinander kollidieren.

Natürlich kann man die Selbstfindungsphase als Krankheit abtun, die therapiert werden muss … „was fällt mir auch ein, mein Leben zu überdenken?!“

Die letzte Frage ist Ironie. In meiner Philosophie gibt es nur einen Ansatz, der hilft:

Das Leben so anzunehmen, wie es ist. Voll und ganz!

Gerade dann, wenn es schwer ist! Du wärst nicht der erste Mensch, der diese Gedanken unterdrückt und sich wundert, warum sie Jahre später erneut auftauchen. Ich bezeichne die Midlife-Crisis beispielsweise gern als die ungelösten Probleme der Zwanziger.

Das ist genauso wenig wissenschaftlich bewiesen wie die Midlife-Crisis selbst, deutet aber einen entscheidenden Punkt an:

Selbstfindung ist ein natürlicher Prozess

Du kannst die Phase nicht beiseiteschieben. Du kannst sie nicht wegtherapieren oder medikamentös überspringen. Warum solltest du auch?!

Der einzige Grund, das zu tun, wäre, nicht bei dir sein zu wollen. Nicht dein Leben leben zu wollen.

Und wozu sollte das gut sein?

Ich spiele hier bewusst auf den Stress an, der während einer Selbstfindung erzeugt wird. Schließlich kommst du zu nichts mehr. Schule, Uni, Arbeit oder Selbständigkeit – alles bleibt liegen. Und mit jedem Tag, an dem du gefühlt stagnierst, steigt der Stress: „Wie soll ich denn morgen oder in 2 Monaten noch überleben, wenn…“

Das sind Existenzängste. Und innerhalb eines Posts kann ich die dir nicht nehmen. Aber ich kann dich an deine eigene Wahrheit erinnern! Entscheiden musst du selbst.

Freude, Liebe und persönliche Entwicklung sind dein Ding?

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Selbstfindung durch Wahrnehmung deines Körpers

Was dir momentan widerfährt, ist ein natürlicher Vorgang deines Körpers. Als unangenehm empfindest du es, weil dir dein Körper vermutlich mittlerweile sehr eindringlich klarmacht, dass etwas überhaupt nicht mehr stimmt.

Er tut dies, da du subtilere Zeichen deines Körpers nicht wahrnehmen konntest oder wolltest.

Nun kommt es ganz auf deine Historie an, wie du dich und deinen Körper überhaupt kennst.

Hier ein kleiner Test:

  • Kämpfst du gegen deinen Körper und seine „Äußerungen“ dir gegenüber?
  • Muss dein Körper einfach funktionieren, dass du weiter mit deinem Leben machen kannst?

Solltest du beide Fragen mit Ja beantwortet haben, hast du ein riesiges Potenzial. Denn wenn du beginnst dir zuzuhören und die Bedürfnisse deines Körpers als deine eigenen wahrzunehmen, bist du einen riesigen Schritt gegangen.

Die Leitlinie in diesem Fall ist einfach:

Dein Körper ist dein bester Freund!

Trotzdem erwischt es uns alle ab und zu. Wir vernachlässigen uns wegen „Pflichten“ oder ganz allgemein „dem Leben“.

Dann ist das Schlimmste an deiner Selbstfindungsphase der Stress, den du dir selbst machst.

Das bedeutet:

Du weißt, dass es dir nicht so gut geht und du weißt, dass du momentan Zeit brauchst. Aber du kannst es nicht akzeptieren, weil …

  • die Kinder deine Aufmerksamkeit benötigen
  • du auf Arbeit unersetzlich gebraucht wirst
  • deine Schul-/Weiterbildung gerade jetzt volle Aufmerksamkeit benötigt
  • deine Familie sich auf dich verlässt
  • beliebige andere Gründe, die dir einfallen

Jetzt kollidiert dein eigenes Problem mit anderen Problemen. Für eine gewisse Zeit können wir solche Strapazen ertragen. Wichtig ist hier ein klares Enddatum.

Das Enddatum sollte sich vom Zeitraum her für dich gut anfühlen. Und dann musst du es strikt einhalten!

Auf unbestimmte Zeit rebelliert dein Körper immer mehr gegen dich, wenn du oben genannte Gründe vor dich selbst schiebst.

Es ist deine Wahl

Du kannst dich weiterhin so verhalten wie bisher.

Oder du hörst auf deinen Körper, wenn er dir das sagt. Und handelst dann entsprechend.

Deine Bedürfnisse zählen!

Und deine Ausreden, die du vor deine Bedürfnisse setzt, sind ein großer Grund, warum es dir so geht, wie es dir geht.

In dieser Phase der Selbstfindung geht es darum, dich selbst so anzunehmen, wie du dich gerade wahrnimmst. Und damit geht einher, dich auf Position 1 zu setzen.

Der von mir geschätzte Tony Robbins sagt passend zu diesem Thema:

Die meisten Menschen haben nicht den Mut, schwere Entscheidungen zu treffen, weil sie lieber richtige Entscheidungen treffen. Doch auch das ist eine Entscheidung.

Wenn deine bisherige Entscheidung dich in einen Zustand der Selbstfindung gebracht hat, dann ändere deine Entscheidung. Vielleicht war es bisher richtig, so zu handeln. Aber jetzt ist es das eben nicht mehr.

Das musst du mit deinem Umfeld kommunizieren und wertschätzende Lösungen für dich und alle Beteiligten finden.

Im Detail kann das schwierig sein. Und eventuell benötigst du oder ihr an dieser Stelle Hilfe. Aber eines ist es in jedem Fall: Machbar!

Bleib an deiner Aufgabe!

Jetzt – in der Phase der Orientierungslosigkeit – kannst du dir am meisten helfen, indem du anerkennst, dass andere Menschen exakt die gleichen Erfahrungen in ihrem Leben durchgemacht haben, mit dir durchmachen oder zukünftig erleben werden.

Es ist weder schlimm noch krank. Sondern ein Zeichen deiner vor allem geistigen und seelischen Reife, die du mit dem Rest deines Wesens in Einklang bringen willst.

Die Intensität mag heute durch den Stress unserer modernen Welt größer sein als früher, doch sind wir Menschen ein Beispiel dafür, in eben solchen schwierigen Situationen über uns hinaus zu wachsen. Ein Vorbild kann in diesen Zeiten eine echte Stütze sein.

Du verdienst nichts als meinen größten Respekt, wenn du dich dir selbst stellst! Drei Dinge sind sicher:

  1. Es ist der härteste Kampf deines Lebens, weil er gegen dich selbst geht
  2. Du kannst ihn nur gewinnen
  3. Sich selbst zurückzugewinnen ist der größtmögliche Gewinn im Leben

Den Verfasser dieses Sprichwortes konnte ich selbst mit google nicht mehr auffindig machen (solltest du ihn finden, lass es mich gern wissen):

Ich vertraue lieber einem Mann, der den Kampf gegen sich selbst gewonnen hat als einem Mann, der den Kampf gegen 1.000 Armeen gewonnen hat.

Lass mich noch diese Worte sagen: Manchmal braucht es einfach nur Zeit. Du kannst tun, was du willst – nur die Zeit vermag die Situation zu verändern. Doch auch das Gegenteil kann der Fall sein: Nur durch dein aktives Tun kommst du weiter. Spür in dich hinein, welche Antwort auf dich besser wirkt.

Phase 3: Selbstfindungsphase als Richtungsweiser

Selbstfindungsphase endet

Jeder Kampf geht irgendwann zu Ende. Und wenn du deinen Kampf offen und ehrlich geführt hast, bist du deinem wahren Selbst ein gutes Stück nähergekommen. Es ist wahrscheinlich das schönste Gefühl der Welt, sich mit dem Leben verbunden zu fühlen.

Und zu wissen wer du bist, gibt dir dieses Gefühl in einem angenehmen Maß auf Dauer. Nichts Ekstatisches, wie wir es in unserer mit Reizen bombardierten Welt gewohnt sind.

Vielmehr durch innere Ruhe, wissend, wer du bist. Das ist der Preis, den du verdientermaßen nach deiner Selbstfindungsphase in dir vereinst.

Selbstfindung heißt über dich hinaus zu wachsen und das wiederum macht ein erfülltes Leben erst aus.

Im Film Der Medicus sagt der bekannte Arzt und Philosoph Ibn Sina auf die Frage, ob er Ibn Sina – also sich selbst - kennt: „Ich kenne ihn jeden Tag ein bisschen besser.“ Und so ist es auch mit der Selbstfindung.

Es ist eine Reise, die als Ziel dich selbst hat.

Sie endet nie, aber starte irgendwann.

Auf diese Weise gehen die Selbstfindung und die Selbstverwirklichung, wo du deine Ideen und Visionen verwirklichst, Hand in Hand einher.

George Bernard Shaw drückt das passend aus:

Das Ziel im Leben ist nicht dich selbst zu finden. Es geht darum dich selbst zu erschaffen.

Geroge Bernard Shaw

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