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Der Mensch muss sich erheben

In aller Kürze:
Der Mensch muss sich erheben! In unserer heutigen, zivilisierten Welt handeln wir viel zu oft unter dem Deckmantel der Regeln. Mir […]
Christian
aktualisiert: 12. April 2022
erschienen: 13. Oktober 2017
Inhaltsverzeichnis

Der Mensch muss sich erheben! In unserer heutigen, zivilisierten Welt handeln wir viel zu oft unter dem Deckmantel der Regeln. Mir scheint, als wären wir Menschen wie ein Haufen Ameisen, die alle nach den Wegen der Regeln wandeln.

Nur, so funktioniert das nicht. Dieses Verhalten ist nicht menschlich! Regeln sind für Menschen gemacht, nicht der Mensch für Regeln. Der Mensch steht an erster Stelle, die Regel danach. Immer, wenn diese Prioritäten vertauscht sind, entsteht eine Gesellschaft, die nicht lebenswert ist. In der der Kopf regiert und der Körper stirbt. In der Funktionieren die Priorität ist und Leben ein unerwünschtes Nebenprodukt.

Es geht nicht darum, ohne Regeln zu leben. Schließlich sind sie wichtig und ermöglichen erst ein geordnetes Zusammenleben. Doch wenn der Mensch nach Regeln lebt, ohne diese zu reflektieren, schaltet er seine Menschlichkeit aus. Jenes, was wir Moral nennen. Den inneren Kompass, der weit genauer auf eine jede Situation bezogen zu urteilen vermag, was angebracht ist und was nicht. Eine Regel kann das nicht. Sie ist fest, starr und jederzeit immer gleich gültig.

Ich wünschte mir, wir würden diesen Sprung schaffen. Doch das sich daraus ergebende Problem liegt auf der Hand. Wenn der Mensch über der Regel steht – ja, was sichert dann unser friedfertiges Zusammenleben?! Wer beurteilt, was richtig und was falsch; was angebracht und übertrieben ist?

Um ehrlich zu sein: es ist der Mensch. Dazu muss der Mensch sein Ego überwinden. Nicht mit „nach mir Sintflut“ argumentieren, sondern aus Liebe heraus handelnd Situationen beurteilen. Es ist ein komplexes Unterfangen und nicht sicher, ob es gelingt. Doch solange der Mensch im Ego ist und nur sich selbst sieht, ist die Regel das beste Konstrukt, um den Menschen vor sich selbst zu schützen.

Wie dumm das doch ist. Weil wir nicht in der Lage sind, unser eigenes Wesen so zu bedienen, wie es geschaffen ist; weil wir zu dumm sind, um das anzuerkennen, was unser Leben ausmacht, benötigen wir ein externes Werkzeug – die Regel – welches über uns steht, um überhaupt miteinander leben zu können.

Dass wir dabei jeder mit Lebensenergie und -glück bezahlen, bemerken wir nicht einmal. Meine Güte! Wie konnte es nur so weit kommen.

Eigentlich ist mir das schon klar. Alles ist ein Prozess. Und wenn ich die Jahrhunderte zurückschaue, dann haben wir bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Wir verbrennen keine Menschen mehr, die anders denken. Wir verspotten Leute nur noch, die anders leben und glauben, als wir selbst. Wir lassen sie zumindest leben. Immer mehr gehen wir dazu über, Probleme verbal zu kommunizieren und so zu lösen anstatt sie mit Gewalt zu verschlimmern und auf später zu verschieben. Wir machen Fortschritte!

Und ich will auch gar nicht meckern. Doch eben, als ich nachdachte, überfiel mich wieder dieses Unverständnis, wie wir das immer noch nicht verstanden haben können. Es ist doch eigentlich so einfach. Und dann wieder auch nicht. Liebe zu leben. So leicht ist es gesagt. Doch wie schwierig es umgesetzt ist. Wie liebevoll gehst du mit dir selbst um?

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war ich weit nicht mein bester Freund. Das Gedankenspiel, mir selbst auf der Straße zu begegnen, wäre kein großes gewesen. Ich hätte mich vermutlich nicht mal selbst angeblickt, geschweige denn selbst angesprochen. Und damit war ich noch froh. Mir sind schon Menschen begegnet, die wären wahrscheinlich mit dem Messer auf sich selbst losgegangen.

Doch selbst von mir und meinem „ich kenne mich nicht“ Mindset ist es ein unheimlich weiter Weg hin zu einer liebevollen Beziehung mit mir selbst. Heute sage ich von mir auf jeden Fall, dass ich mein bester Freund bin. Und ich empfinde eine Liebe für mich selbst. Keine „yeah, ich bin der geilste“ Ego-Scheiße, sondern ein ehrliches Gefühl der Liebe gegenüber meinem fehlbaren Wesen. Und immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich zu streng mit mir bin. Dann arbeite ich daran. Seitdem hat sich auch mein Verhalten anderen Menschen gegenüber geändert und ich kann ihnen liebevoller begegnen.

Es ist dieser Prozess, dass der Mensch sich selbst als besten Freund annimmt und liebt. Er bildet die Grundlage, dass wir überhaupt liebevoll miteinander umgehen können. Und so verstehe ich auch, dass wir heute noch die Regeln über den Menschen stellen. Denn sich selbst zu lieben … es war der härteste und längste Kampf meines Lebens. Nicht, weil er so blutig war. Aber weil ich ihn mit Zeit bezahlt habe. Mit echter Lebenszeit. Und sich diese zu nehmen, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen, ist schon irre. Obwohl eine liebevolle Beziehung eine Gegenleistung ist, die man in Wert überhaupt nicht aufwiegen kann.

So bildet vielleicht die Aufforderungen, dir Zeit für dich zu nehmen, einen schönen Abschluss. Denn in dir selbst steckt so viel, was nur von dir gehört, gesehen und gefühlt werden möchte, dass du dein Leben lang damit beschäftigt bist. So viel kann ich dir versichern.

Hab eine schöne Zeit mit dir!

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