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Erfolg ???

In aller Kürze:
Wo kommt das her, dass wir in einer Gesellschaft leben, wo Jeder gegen Jeden spielt? Und wie kommen wir da raus?
Christian
aktualisiert: 14. April 2022
erschienen: 19. Januar 2017
Inhaltsverzeichnis

Na … wann hast du das letzte Mal so eine Seite gesehen. „Willst du erfolgreich sein? – Ich bin erfolgreicher Star-Autor, Verkaufstrainer und zeige genau DIR, wie du E-R-F-O-L-G-R-E-I-C-H wirst.“

Genau! Ich habe davon ehrlich gesagt die Schnauze gestrichen voll. Jeder Mensch will hier erzählen, wie du erfolgreich wirst. Kaufe nur dieses Buch. Ich schenke es dir sogar. Mir ist schon klar, dass Marketing so funktioniert. Oder so funktionieren kann. Im Endeffekt mache auch ich das nicht anders.

Aber der springende Punkt ist Folgender:

Wenn du ein Mensch mit einem breiten emotionalen Spektrum bist, dass noch intakt ist und mit deiner Lebenszeit dauerhaft geschult wurde, dann merkst du die Inauthentizität dieser „Erfolgs-Menschen“ sofort. Da sind technisch aufgepumpte Roboter am Start, die jedwede durchschlagende Herzlichkeit vermissen lassen. Wenn ich das sehe, muss ich brechen. Und so viel, wie es von diesen „Erfolgs-Menschen“ gibt, kann ich gar nicht brechen.

Das Erfolg nur eine Folge ist, weil er folg-t … dass er damit gar kein Ziel sein kann, ist diesen Menschen wahrscheinlich auch nicht bewusst. Erfolg ohne innere Erfüllung ist das ultimative Scheitern. Ob dieser Satz jetzt von Tony Robbins oder Lewis Howes ist, weiß ich selbst nicht mehr so genau. Aber diese beiden Herren gehören zumindest der Spezies „Original“ an. Sie haben eine eigene Message und sind nicht, wie die meisten deutschen „Erfolgstrainer“, nur bessere Englisch-Übersetzer.

Mir geht es hier nicht darum, gegen etwas oder jemanden zu sein. Verzeih mir diese 2 harten Absätze eben. Aber manchmal finde ich, gehören klare Linien gezogen. Und dieses Geschwafel bringt keinem etwas.

Erfolg ohne einen Rahmen zu definieren ist unmenschlich. Es ist psychologische Manipulation ohne menschlichen Kompass – ohne Empathie. Was man da lernen kann, ist andere Menschen zu übervorteilen. Im kleinen Stile heißt das folgendes: Ich habe ein Unternehmen und sehe zu, mehr Wert von anderen zu bekommen als ihnen zu geben. Es gibt da keinen Unterschied zu einem Staat, der wegen Bodenschätzen in ein anderes Land einfällt. Es ist exakt das gleiche, nur in kleinerem Umfang ohne solch globalen Schaden.

Anwenden können diese „Erfolgstechniken“ nur Menschen ohne Werte oder bewusst fragwürdig gewählten eigenen Werten. Dafür müssen sie aber zunächst einmal emotional verstümmelt worden sein. Und genau da sind wir beim Punkt.

Als Mensch, der sich nicht hat emotional verstümmeln lassen, kriegst du in solch einer Umgebung die Krise. Wie können Menschen nur so dumm sein? … das könnte eine mögliche Frage sein, die man sich stellen kann. Doch das ist nicht zielführend. Was können wir tun, dass dieses Gebabbel aufhört, wäre eine andere Frage. Und diese finde ich wesentlich stilvoller und nützlicher.

Denn die Ursachen liegen nicht in diesem luftblasenartigen Erfolgs-Geplapper. Jeder Mensch tut das, was er kann, um seiner Erfüllung, seinem persönlichen Glück so nahe wie möglich zu kommen. Und so spiegelt dieser „Erfolgs-Hype“ auf phänomenale Art und Weise wider, wie es um unsere Gesellschaft bestellt ist. Wie viele Menschen hier verstümmelt wurden. Und das bringt uns den Ursachen näher.

Irgendwo in der Vergangenheit muss da etwas passiert sein, was den Menschen ihr wertvollstes Gut abhandenkommen ließ. Unser aller Gemeinsamkeit ist dabei die Schule. Und was wir hier tun, scheint Mord auf nahezu komplett gesellschaftlicher Ebene zu sein. Jeder Mensch, der seine emotionale Vielfalt hat behalten können, hat das nicht wegen der Schule geschafft, sondern trotz der Schule. Wäre es anders, dann wäre die Masse eine zu sich Bezug habende, mitfühlende Masse. Wir scheinen durch unser System Menschen ihrer Emotionen zu berauben. Was wir nach Abschluss der Schule geschaffen haben, sind bessere Roboter. Hochgradig intelligent (auf die ein oder andere Art und Weise), gefügig einem anderen Willen und bereit, gegen das Gebot der Nächstenliebe zu verstoßen, um dem eigenen Vorteil zu dienen.

Wie können wir so etwas tun?

Ich bin mir sicher, niemand tut das mit Absicht. Ich bin mir sicher, es liegt nicht an den Lehrern, Eltern, Schülern, Politikern oder anderen Beteiligten. Und ich bin mir sicher, Gründe zu suchen ist vollkommen egal.

Viel zu wichtig ist die Tatsache, dass es um Menschenleben geht. Nicht im übertragenen Sinne. Wir sind die Generation, die es noch erleben wird, wenn künstliche Intelligenz die Menschliche überflügelt.

Wenn die abstrakte Intelligenz eines Computers der menschlichen überlegen ist. Wenn wir uns also weiter darauf ausruhen, Intelligenzen ohne emotionales Gespür in unserer Gesellschaft zu produzieren, werden wir scheitern. Die B-Ware wäre ein ausgebildeter Student, die A-Ware das neue Computer-System von der WasWeißIch AG. In diese gleiche Kerbe schlägt, dass übermäßige Intelligenz ohne den Zusammenhang zur Menschlichkeit einen Menschen eher vom Glück abbringt als es ihn näher bringen zu lassen. Wir müssen den Bezug zu uns finden. Was uns wichtig ist. Wie können wir unseren Kindern nur etwas antun, dass sie derart verstümmeln lässt?

Nicht umsonst sagt man, die meisten Menschen sterben bis zu ihrem 25. Geburtstag. Prince Ea hatte dazu ein wunderbares Facebook-Video. Aber das ist ganz klar. Bis zum 25. Geburtstag hat man die Menschen so oft in ein Korsett gepresst, dass sie letztendlich zerbrochen sind, um in das Korsett zu passen. Und dann ist Feierabend. Für die meisten für immer.

Erst in der Schule lernen, wie etwas geht. Die Kiddies wissen ja noch nichts. Sie selbst etwas herausfinden zu lassen, wäre unwirtschaftlich. Zu kostenintensiv. Also bildet man Normen: Klassen, Lehrpläne, Intelligenzen.

Die Kinder werden gemäß ihrer mentalen Feuerpower in unterschiedliche Schularten gesteckt, gemäß Ihres Alters genormt in Klassen gesteckt und anschließend gemäß festgelegter Normen in veralteten Thematiken normgerecht mit Wissen befüllt. Diese Befüllung folgt dem Prinzip des schwedischen Trunks – folterhaft entmenschlichend. Es geht nicht um Interesse, um Leidenschaft, um Anwendung.

Es geht um Normen. 1 – sehr gut, 2 – gut, 3 – befriedigend, 4 – ausreichend…. Man kann daraus wunderbare Normalverteilungen ableiten, sodass man per se sagen kann: 10 % der Kinder sind sehr gut, 30% gut, 30% befriedigend, 10% ausreichend … Für sehr gute Leistungen werden die Kinder gelobt und als Dank mit noch mehr Erwartungshaltung unter Druck gesetzt. Für 4er, 5er, 6er abwertend angeschaut, für faul gehalten und abgeschrieben.

In der Buchhaltung funktioniert das ähnlich. Es gibt Investitionsgüter, die stetig ihren Wert steigern und dann gibt es Verbrauchsgüter. Die gehören eben abgeschrieben, bis da nur noch ein Buchwert von 1€ steht. So ist das mit den 4er Kiddies auch. Die sitzen dann eben nur noch da, zocken Candy Crush und verblöden vor sich hin, weil sie ja eh unfähig sind. Wenn man ihnen das lang genug einredet, glauben sie das dann auch über sich selbst. Zack, haben wir die ersten Ausschuss-Güter produziert – bravo!

Nehmen wir mal an, einige boxen sich durch dieses Korsett durch. Die werden dann – je nach der ihnen angenormten Intelligenz – weiter im Schulsystem a la Universität malträtiert oder kommen in die Berufswelt, wo sie so viel arbeiten dürfen, dass sie gar nicht mehr zum Nachdenken kommen.

Und mit diesen Berufseinsteigern haben wir den nächsten Müll produziert.

Aber der ist wichtig, da er wiederverwertbar ist. Unsere Berufs-Dummies sind nämlich super manipulierbar und kaufen von ihrem erarbeiteten Geld den letzten Schrott, um sich irgendwie einbilden zu können, sich wohl zu fühlen. Ausgedacht wird sich das im Normalfall von der Gegenseite des Berufs-Dummies. Den Universitäts-Robotern.

Die werden nämlich im mittlerweile verschulten Studium mit so viel Wissen zwangs-befüllt, dass Bulemie-Lernen eine gesellschaftlich anerkannte Form des Lernens geworden ist. Rein mit der Scheiße und zur Prüfung auskotzen.

Hoffentlich kommt der Rotz zur Prüfung auch wirklich raus, sonst bleibt dieser Müll vielleicht noch hängen. Was auf jeden Fall hängen bleibt, ist ein entpersonifiziertes, entmenschlichendes Denken, was zum größten Teil nur noch Fakten kennt.

Je nach Studiengang lässt sich hier der Grad an Roboterisierung der Studenten unterscheiden. Weit vorn sind da auf jeden Fall die Wirtschaftler. Und die bilden den perfekten Gegenpol zum Berufs-Dummie. Und dafür bekommen sie auch mehr Geld.

Schließlich ist ein Universitäts-Roboter in der Lage, mehreren Berufs-Dummies imaginäre Karotten vor die Birne zu halten, sodass diese ihr komplettes Arbeitsleben Geistern nachjagend ihr Geld zum Fenster hinauswerfen – direkt den Unternehmen der Universitäts-Roboter vor die Füße.

Ein gutes Unternehmen ist dazu noch in der Lage, den Berufs-Dummie, der eben sein Geld zu Fenster hinauswarf, dazu anzustellen, sein aus dem Fenster vor die Füße des Unternehmens geworfenes Geld aufzusammeln und in die Taschen des Unternehmens zu füllen. Als Lohn dafür gibt es sogar eine Mark für den Berufs-Dummie. Die kann er dann wieder aus dem Fenster werfen. Oder zu Abwechslung mal in der nächsten Kneipe versaufen.

Diese Comic-artige Darstellung soll nur einen Überblick geben, was der Norm-Zustand unseres derzeitigen Systems ist. Ganz wertungsfrei. Weder der „Berufs-Dummie“ noch der „Universitäts-Roboter“ sind als Menschen verwerflich. Sie geben sich ihren Umständen entsprechend die größte Mühe, ein erfülltes Leben zu leben. Doch suchen sie, da sie mittlerweile zerbrochen sind, ihr Glück außerhalb von sich selbst. Manchmal kommen einschneidende Lebens-Erfahrungen, die ihnen Anlass geben, alles über den Haufen zu werfen und ihr Leben neu zu betrachten.

Jeder macht diese Erfahrung. Ich mag mich sogar zu folgender Aussage hinreißen lassen: Je eher du diese Erfahrung machst, desto besser!

Ich selbst war mit 17 zerbrochen. Zum Glück! Denn mit 17 war es noch zu zeitig, um mich damit abzufinden. Aber auch schon zu spät, um es nicht wahrzunehmen, dass es auch anders gehen muss.

Und so kommen wir zur heute seltenen Gattung der freien Menschen.

Diejenigen Menschen, die selbst bestimmen, was ihnen im Leben wichtig ist. Diejenigen Menschen, die ihre Erfahrungswelt wie einen Schatz behüten und ihr Empfindungsvermögen täglich schulen.

Diejenigen Menschen, die du in welche Situation auch immer stecken kannst – und die trotzdem klarkommen.

Ein Ziel vor Augen haben. Die kleinen Momente wertschätzen. Das Miteinander. Das Aufgehen der Sonne. Ein warmes Bett. Warme Schuhe. Frisches Wasser zum Trinken. Zum Duschen. Einen Kühlschrank voller Lebensmittel. Herzliche Gespräche. Menschliche Begegnungen. Ehrliche Komplimente. Das wundervolle Miteinander in Form von Helfen und Geholfen bekommen.

So sollte es doch sein. Und wir sollten uns alle Mühe geben, eine Welt zu schaffen, wo das die Norm ist. Wo der „Berufs-Dummie“ vom „Universitäts-Roboter“ geschätzt wird und andersherum. Wo sich die beiden wertschätzend als hilfreiche gegenseitige Unterstützung bezeichnen. Meinetwegen als praktisch und theoretisch begabt – um jetzt mal Klischees zu bedienen.

Lasst uns eine Welt schaffen, in der für jeden Platz ist. Auch für den Super-Computer, der uns Menschen analytisch um Welten voraus ist. Platz für so ein Wesen hätten wir definitiv. Wo könnten wir das wohl am sinnvollsten einsetzen?

Ich hätte da einige Ideen. Doch ich lasse euch mal selbst überlegen J

Obwohl – einen kleinen Tipp gebe ich. Jaqcue Fresco ist eine gute Anlaufquelle zu diesem Thema.

Und in diesem Prozess – in diesem Rahmen – würde sich der Erfolg dann ganz wie von selbst einschleichen. Als ungerufener Gast, der sich zu uns gesellt und verweilt, solang wir ihn nur bemerken, während wir auf etwas Größeres hinarbeiten. Etwas, dass uns wichtig ist. Etwas, dass uns verbindet und im Herzen berührt.

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