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Brainfog - oder wie Arbeit die Sinne vernebelt

In aller Kürze:
Es ist wirklich Wahnsinn, wie sehr das alltägliche Leben – Routine - die ganze Wahrnehmung beeinflusst. Seit 4 Monaten pendle ich […]
Christian
aktualisiert: 14. April 2022
erschienen: 20. Februar 2019
Inhaltsverzeichnis

Es ist wirklich Wahnsinn, wie sehr das alltägliche Leben – Routine - die ganze Wahrnehmung beeinflusst.

Seit 4 Monaten pendle ich quer durch Deutschland nach Wiesbaden, was ehrlich gesagt mehr Qual als Freud ist (auch, wenn die Deutsche Bahn besser ist als ihr Ruf).

Doch gehört die Zeit nun einmal dazu und Ende Mai lache ich schon wieder drüber.

Andere Umstände, andere Entscheidungen?

Wie ich immer gesagt habe, ich würde andere Entscheidungen treffen als die Masse der arbeitswütigen Sklavenwelt.

Und wie ich mich momentan dazu zwingen muss, das auch beizubehalten!

Da tanzen dir fremdgesteuerte, dem eigenen Leben vollkommen entfernte Gestalten entgegen, die durch kilometerweit riechbaren Gestank auf sich aufmerksam machen.

Hast du dann – immer der Nase nach – den Weg zu ihnen gefunden – offenbart sich ein Wesen, offenbar unkundig der Maniküre – dafür mit dem doppelten eines menschlichen Körpergewichts.

Für mich ist hier schon offenkundig, dass da jemand Probleme mit seinem Leben hat.

Wer deswegen auf angeschlagenes Selbstwertgefühl (zumindest oberflächlich) tippt, könnte weiter nicht gefehlt sein.

In der Sklavenwelt der Fremdgesteuerten gelten andere Regeln. Das habe ich in den letzten 4 Monaten gelernt.

Hier wird man beispielsweise dafür gemobbt, seinen Körper zu kennen und um Rücksichtnahme darauf zu bitten.

Biorhythmus vs. Arbeitszeit

In meinem Fall der Schlafrhythmus, unter dem ich als Nachteule in dieser Gesellschaft schon seit Schulzeiten leiden durfte. Wer hier so tickt wie ich, kann das nachempfinden.

Die Birne ist vor 11 Uhr nun einmal Brei. Dafür funktioniert sie bis Nachts um 3 (die meisten meiner Artikel sind nach Mitternacht entstanden. Aktuelle Zeit: 23:29 Uhr. Da schläft der Frühaufsteher schon).

Was ich schon alles ausprobiert habe, ob ich nicht irgendwie doch früh um 7 leistungsfähig sein kann, mag sich keine natürliche Morgenlerche vorstellen können. Zahlreiche Schlafstatistiken, Schlafzyklen-Analysen und weiß der Geier was, geben darüber allerdings gern Auskunft.

Nun ist es so, dass selbst der schlauste Mensch irgendwann erkennt, dass er gegen seine Natur nicht ankommt. Das ist Variante 1.

Variante 2 ist: Der schlauste Mensch ist eigentlich dumm und versucht die Natur zu bezwingen. Dann geht er jämmerlich zugrunde.

Ich habe mich aus reinem Selbstschutz für Variante 1 entschieden. Vorbild waren mir zahlreiche arbeitswütige Fremdgesteuerte, die ihre Selbstverleumdung bis hin zu den heute bekannten Gesellschaftskrankheiten trieben. Und da ich lieber Spätaufsteher statt Krebskranker bin, hat mein Wecker dann doch den Kürzeren gezogen.

Diese freie Entscheidung kollidiert allerdings mit manch prähistorischen Arbeitszeitmodellen, die auch in Deutschland noch vereinzelt in roten Backsteingebäuden am schönen Rhein anzutreffen sind.

Und so hörte ich mir von einem stinkenden, ungepflegten, 160kg schweren Projektleiter an, dass man seinen Schlafrhythmus doch wohl anpassen könne.

Stimmt auch, aber nur zum Teil. Die genaue Zahl habe ich vergessen, aber wohl die Hälfte aller Menschen kann sich recht flexibel von früh bis spät an verschiedene Zeiten anpassen. Auf die andere Hälfte trifft das eben nicht zu.

Der angestellte (korrigiere: Beamte) Selbstverleumder

Und so muss man sich in der Welt der an Muttis Geld-Titte hängender Selbstverleumder nicht wundern, wenn einem im ersten Halbsatz erzählt wird: „Ich selbst würde ja auch später aufstehen“, nur um im zweiten Halbsatz zu posaunen, wie unsäglich ein Erscheinen nach 9 Uhr sei.

Zum Mitschreiben: zuerst zugeben, sich selbst aufgegeben zu haben (mit all der körperlichen Signale aka Krankheiten, die schon gekommen sind und noch kommen werden) nur um nachher das Gleiche Opfer vom Nächsten zu fordern.

Randnotiz: Im Übrigen auch ein Verhalten, dass der Selbstverleumder bei seinem eigenen Nachwuchs an die Tagesordnung legt. Er kann es schlichtweg nicht mehr anders, da er sich hat seine Menschlichkeit abtrainieren lassen. Wenn man nur die Fernsteuerung finden und zerstören könnte…

Erneut – zurück zum Thema! Mir ist bewusst, dass mein Zeitproblem auf viele Jobs in Deutschland zutrifft. Aber mal ehrlich:

Wer steht regelmäßig mit einem Wecker auf?

Der Diener des Weckers

Ist dir bewusst, dass wir Menschen die einzige (Tier-)Rasse sind, die auch ihren Nachwuchs im Schlaf stört? Heute meist nicht mal mehr persönlich, sondern lieber gleich elektronisch.

Und ist dir auch bewusst, dass Schlaf noch immer nicht vollständig erforscht ist? Die durchschnittliche Schlafdauer in Deutschland beträgt 7 Stunden, 45 Minuten. Was so noch ganz in Ordnung klingt, reicht mir definitiv nicht zu. Ganz nebenbei ist es auch im internationalen Vergleich unterdurschnittlich.

Bin ich sportlich aktiv, geht es gegen 9 Stunden, sonst sind es irgendwas zwischen 8 und und 8,5 Stunden Schlaf. Sagen wir im Schnitt 8 Stunden 15 Minuten, also 30 Minuten mehr als im Durchschnitt.

Diese Zeit kann man nicht Vorschlafen, maximal Nachschlafen – doch auch das funktioniert nicht unendlich.

Müsste ich jetzt, wie der Durchschnitt, nach 7 Stunden 45 Minuten aufstehen, dann würde ich in einem Monat ganze 2 Tage zu wenig Schlaf bekommen. Das ist in einem Jahr fast ein ganzer Monat oder in in 10 Jahren rund ein Jahr Schlaf.

Der Fremdverleumder arbeitet rund 40 Jahre, hätte also nach seiner Sklavenlaufbahn 4 Jahre Schlaf zu wenig.

Die große Preisfrage ist nun: Wo bleiben die denn?

Oder sollte ich eher fragen: Wo finden sich die fehlenden 4 Jahre Schlaf zwischen dem Sammelsurium an Pillen oder schon nicht mehr rückgängig machbarer Krankheiten?

Oder sind sie praktisch von der Lebenserwartung subtrahiert worden? So wie ein Motor, wenn er am Anfang seiner Lebenszeit für 100.000km stets zu wenig Öl hat, auch nicht mehr seine sagen wir 300.000km fährt, sondern nur noch 200.000km – egal, wieviel Öl wir am Ende hinein kippen?

Lassen wir das Thema geistige/mentale/spirituelle Entwicklung hier mal komplett außen vor, denn dafür müssten wir noch in die verschiedenen Schlafstadien einsteigen und was zu welcher Zeit passiert.

Stattdessen lieber:

Wo ist der grüne Zweig?

Egal, wie ich es drehe und wende, ich komme auf keinen grünen Zweig.

Anscheinend schaffe ich es bei jedem Thema, das ich angehe, darauf zu kommen, wie der Mensch durch die Missachtung seines Körpers der Welt Schaden zufügt.

So auch beim Schlaf.

Schon allein dadurch, meinen Rhythmus nicht mehr als meinen Rhythmus zu sehen, sondern den meines Weckers, erziehe ich mir einen negativen Glaubenssatz der Selbstentfremdung an, den Menschen in meinem Alter häufig auch schon ihren Kindern beibringen.

Wäre es nur diese eine Sache, dann würde der einzelne negative Glaubenssatz untergehen in einem Meer voller konstruktiver und liebevoller.

Stattdessen sind es aber so viele einzelne, kleine Themen, die alle auf das Gleiche hindeuten:

Menschen sind zu feige, zu sich selbst zu stehen, weil … ja, warum eigentlich?

Weil es die Arbeit vorschreibt? Weil sie sonst nicht wüssten, was sie tun sollen? Weil sie sonst irre werden würden? Weil sie die Erde lieber brennen sehen? Weil Angst, Wut und Hass ihnen Spaß machen?

Manchmal frage ich mich, was ich auf diesem Planeten soll. Gib mir Koks und Nutten und vielleicht funktioniere ich auch, nichtdenkend, nichts sagend, einfach nur dumm ratternd.

Bis die Scheiße endlich aufhört, weil die größten Ego-Birnen dieser Zeit auf dem besten Weg zu einem Weltkrieg Nummer 3 sind.

Vor 3 Jahren hab ich gesagt: „Was für ein Wahnsinn, das Krieg wieder in aller Munde ist“ und jetzt machen die Puppenspieler ernst?! Wird auch Zeit, dass eine Generation wie meine, die es seit Jahrhunderten nicht gab, weil sie von einem Krieg mindestens 2 Generationen entfernt geboren wurde, das Fürchten lernt.

Könnte ja passieren, dass am Ende die ganze Menschheit ihren Zugang zur Liebe entdeckt.

Wenn ich daran denke, muss ich mich zähmen, mich nicht dem Zorn auf diese alte Egomanen zu ergeben, die nur noch der Rollator von ihrem jämmerlichen Grabstein trennt.

Nicht „Geh mit Gott, aber geh“ sondern „geh zu Gott und lasst uns in Frieden“. Schön gehässig, machtlos, aufgegeben.

Fremdschämen für alle, die diese Gesellschaft entwickelt nennen. Mit Entwicklung hat sie nur eines gemein: ganze Äonen von Stoffrollen wurden entwickelt, um ihr die Augen vor der Wahrheit zu verschließen.

Wären wir so entwickelt wie unsere Technik, würde es diesen Artikel nicht geben. Amen! Oder sollte ich sagen: 230 Volt?

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